Sägewerk

1995 hatten "Die Selbstzünder - Freunde alter Nutzfahrzeuge in Niedersachsen e.V." als Schwerpunkt zum 11. Alttraktor- und Nutzfahrzeugtreffen in Hänigsen  das Thema "Holzbearbeitung". Da ich immer noch eine Maschine suchte, die unser Modag antreiben könnte, kam ich auf die Idee, ein Sägegatter zu erwerben und dort aufzustellen.

Ich informierte gleich alle Freunde und Bekannten von meinem Vorhaben. Mein Schwiegervater wusste von einem Vollgatter in der Nähe von Verden. Beim Besichtigungstermin stellte sich dann aber raus, dass das inzwischen schon ausgebaute Gatter ein Gewicht von ca. 11 Tonnen hatte. Es wäre, fast umsonst gewesen, aber mit dem Gewicht hatte ich dann doch etwas bedenken, dieses Gatter innerhalb von einem halben Jahr mobil zu machen.

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Vollgatter in Verden

Dann bekam ich von einem Bauern den Tipp, dass in nur 500 m Entfernung von unserer alten Scheune in der alten Mühle noch ein "Horizontal-Gatter" steht. Die Mühle war schon ziemlich verfallen und ein Teil des Daches war schon über dem Gatter zusammengebrochen. Auch der in der Mühle noch stehende 40 PS Körting Gasmotor hatte schon freie Sicht nach oben. Der Besitzer war aber nicht bereit und interessiert sich von dem Gatter zu trennen. Wenn meine Frau wüsste, welchen Betrag ich geboten hatte, wäre sie jetzt bestimmt nicht mehr bei mir.

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Horigatter in der Nähe unserer alten Scheune

Nach langem weiterem Suchen fand ich dann 1998 unser "Müller-Scheeßel" Hori-Gatter. An zwei Wochenenden haben wir dann mit viel Werkzeug, Kettenzügen und zwei Bosch-Hämmern unser Gatter ausgebaut und komplett mit dem 8m langen Spannwagen auf unserem Langholzwagen verstaut.

18. August 2000

Jäger und Sammler..... In Neddenaverbergen sollte ein großer Schuppen abgerissen werden. Mein Schwiegervater wohnt in diesem Dorf in der Nähe von Verden. Er kannte diesen Schuppen schon länger und fragte den Besitzer, was da für Schienen in den Schuppen hineinführen. Es stellte sich raus, das darin ein uraltes "Müller Scheeßel" Horigatter stand. Da ich immer noch auf der Suche nach einem zweitem Spannwagen zum Ausschlachten war,  weil ich die Beschläge brauche um einen transportablen teilbaren Spannwagen zu bauen, verhandelte ich mit dem Besitzer und wir wurden uns einig. Wir durften alles abbauen, was wir gebrauchen konnten. Bewaffnet mit allerlei Werkzeug und einer Kettensäge fuhren wir dann ins Verdener Land.

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Das Gatter wurde um 1930 aufgebaut.

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Heiner kümmerte sich um den Vorschub und Jan baute alle Teile ab die er losbekam.

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Der Vorschub war so mit altem Fett und Öl geschmiert, dass Heiner nach einer halben Stunde schon aussah, als ob er mit Öl geduscht hätte.

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Den Spannwagen habe ich in handliche Stücke gesägt. Zusammen mit dem Vorschub, allen Wellen und auch noch dem Kurbelbock war der Tandemanhäger ziemlich ausgeladen und unser "weißer Schwede" hatte ganz schön zu ziehen.

Besäumer (Lattensäge)

 Hersteller: Maschinenfabrik Philipp Gross Osnabrück. Bestückt mit 6 Sägeblättern .

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Sägeblätter sind durch auswechseln der Scheiben verstellbar

Unsere Unterschnittsäge

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In Wartestellung befindet sich auch eine Unterschnittsäge mit einem Blattdurchmesser von 1250mm. Die Säge hat sogar einen automatischen Vorschub so das man den Spannwagen nicht mehr von Hand unter der Säge durchschieben muss.

Selbstfahrende Bandsäge

Selbstfahrende Bandsäge Zwischen 1930 und 1935 von einem Dorfschmied in Bonndorf in der Nähe von Titisee - Neustadt im Hochschwarzwald gebaut. Säge wurde bis ende der 70er im Lohnbetrieb eingesetzt.

Einen herzlichen Dank an Hans Georg Schünemann aus Hannover für den schnellen und guten Transport

fast schon gängig

    

mobiles Walzenvollgatter Hersteller Fa. Braun Klosterreichenbach im Schwarzwald diese Gatter wurden vor den Krieg und auch im Krieg direkt im Wald aufgestellt. Vorder- und Hinterachse wurden eingegraben. Zu DDR Zeiten gab es diese mobilen Gatter auch bei der NVA unter der Bezeichnung GKT 60 DM