Die Wohnwagenseite2.2.03
Schon als kleiner Junge war ich immer begeistert, wenn ein Zirkus nach Diepholz kam, oder wenn der " Diepholzer Großmarkt " von den Schaustellern aufgebaut wurde. Ich war dann jeden Tag auf dem Marktplatz, kannte fast alle Wagen und Zugmaschinen der Marktbeschicker. Darum stand für mich auch schon sehr früh fest, das ich auch mal einen Wohnwagenzug haben wollte.
14.12.1985 Wohnwagen "Hellmann-Ankum" gekauft und mit Fendt Favorit abgeholt. Der Wohnwagen war bis auf eine kleine Faulstelle in der Verschindelung in einem sehr gutem Zustand. Nur, es waren im laufe der Jahre 14 Schichten Klarlack über die Schindeln gezogen worden. Es dauerte eine ganze Woche um mit Hilfe von unzähligen Eimern Abbeizer und einem Dampfstrahler alle Schichten zu entfernen.


Da zu einem kompletten Zug immer 2 Wagen gehören, kauften wir dann 1987 noch einen "Schumann" Wohnwagen. Der Wagen war Baujahr 1912 und 8 m lang. Der Wagen war auch mit unzähligen Schichten Lackfarbe überzogen die ich mit Hilfe einer Lötlampe mühsam entfernt hatte. Durch seine länge von 8m wurde der Zug mit unserem "großem Deutz" nun aber 24m lang. Da für diese Zuglängen keine Dauerausnahmegenehmigungen erteilt werden, verkauften wir den Wagen wieder. Eine Einzelausnahmegenehmigung kostete 1988 240 DM und es wurde einem die Fahrtroute mit jeder kleinsten Straße vorgeschrieben und auch nur Fahrten zwischen 22 Uhr bis 5 Uhr erlaubt. Der Wagen steht jetzt im Schaustellermuseum in Essen.

Erste und letzte Tour mit beiden Wagen im Gespann 1988

abgeliefert bei Eis- und Schneeglätte mit unserer damaligen Magirus Mercur Zugmaschine

Der "Affenwagen" sollte mal unseren Packwagen ersetzen, da der Zug doch noch etwas zu lang ist, aber da es in den letzten 15 Jahren noch keinem Polizisten aufgefallen ist, haben wir "Ihn" wieder verkauft. Hersteller Schumann Baujahr um 1930 und schnucklige 4 m lang.
Der Packwagen

Unser Packwagen, auch ein "Hellmann-Ankum" Baujahr 1949 bei einem kleinem Zirkus entdeckt und gleich darin verliebt. Er war aber in einem sehr schlechtem Zustand. Das Holz war faul, Räder und Radlager ließen einen Transport auf eigener Achse kaum zu. Da der Wagen von den Proportionen aber sehr gut zu unserem Wohnwagen paßte, tauschte ich schweren Herzens unsere Magirus Mercur Zugmaschine gegen den Wagen ein.

an einem Wochenende Sandgestrahlt und grundiert

Nach der Lackierung des Fahrgestells mit extra angefertigten Schindeln ausgeschalt



Weil unsere Wagen nicht nur mit Treckern und Sägegattern in der Scheune stehen sollten, haben wir jetzt die Orgel von Rolf Dunger zur freien Verfügung in der Scheune stehen. Natürlich wird das gute Stück regelmäßig am Wochenende in Betrieb gesetzt. Ich meine sogar, das der Wohnwagen und auch der große Deutz sich jedesmal etwas mit im Takt bewegen. Könnte aber auch nur Einbildung sein.